Polizei verhaftet in Spanien Geldfälscher-Bande
Valencia/Spanien 24.08.09 - Die Bande wollte Falschgeld im Nennwert von 700 Millionen Euro herstellen. Jetzt hat die Polizei die Blüten und die Technik sichergestellt.
Die spanische Polizei hat eine bedeutende Geldfälscherbande zerschlagen. Wie die Ermittler am Freitag in Valencia mitteilten, war die Bande dabei, Falschgeld im Nennwert von 700 Millionen Euro herzustellen. Eine solche Menge sei in der Europäischen Union ohne Beispiel. Die Beamten nahmen 14 Verdächtige fest. Sie stellten - ganz oder teilweise fertiggestelltes - Falschgeld im Nennwert von neun Millionen Euro sicher.
Die Bande hatte nach diesen Angaben falsche 500-Euro-Scheine von höchster Qualität gedruckt. Sie verfügte über eine moderne Druckanlage und hatte Spezialpapier aus China bezogen. Die Polizei war der Bande bei Ermittlungen gegen Drogenschmuggler auf die Spur gekommen. Dabei fanden Drogenfahnder heraus, dass der Ableger eines Schmugglerrings Falschgeld herstellte. Die Ermittler wiesen darauf hin, dass die von der Bande gefälschten 500-Euro-Scheine nicht in Umlauf gelangt seien.
Bargeld schlägt alles
Frankfurt/Main 08.07.2009 - Beim Einkauf bevorzugen die Deutschen Banknoten. Der neue Bundesbank-Vorstand Sarrazin erzählt eine Geschichte aus dem Baumarkt
Frankfurt - Thilo Sarrazin ist seit kurzem im Bundesbank-Vorstand für den Bereich Bargeld zuständig und schon um eine Erkenntnis reicher. "Die meisten halten Bargeld für Steinzeit", sagt er und meinte sich selbst. Das Gegenteil ist der Fall. Bargeld schlägt alle anderen modernen Zahlungsmöglichkeiten bei weitem, ist also Gegenwart und Zukunft, zeigt eine neue Studie der Notenbank. Binnen zehn Jahren hat die Bundesbank die Ausgabe der Banknoten verdoppelt. An den Kassen der Läden und Dienstleister wird überwiegend bar bezahlt. "Das hat auch mich erstaunt", räumt Sarrazin ein.
Die Bundesbank-Studie zeigt auch, warum die Bürger Cash bevorzugen. Geldscheine werden überall akzeptiert, weit über die Grenzen Deutschlands hinaus. Bargeld verursacht keine Kosten wie ein Girokonto bei der Bank oder eine Kreditkarte. Es lässt sich schnell und bequem ausgeben oder behalten und hinterlässt keine Spuren. Vielen Menschen ist Bargeld von Kindesbeinen an vertraut, anders als der elektronische Umgang mit Geld.
Im Durchschnitt tragen die Verbraucher 118 Euro im Geldbeutel mit sich herum. Wenn sie etwas bezahlen, tun sie dies in 82,5 Prozent aller Fälle mit Bargeld. An zweiter Stelle folgt die Girokarte mit zwölf Prozent, an dritter Stelle die Überweisung mit zwei Prozent. Alle anderen Zahlungsformen, also Kreditkarten, Geldkarten, Kundenkarten, Lastschriften oder Internetverfahren spielen nur eine verschwindend geringe Rolle.
Die meisten Konsumenten wissen nicht einmal, dass sie mit der Karte, mit der sie am Automaten ihr Bargeld abholen, auch über eine Geldkarte verfügen. Kleine Beträge werden in der Regel bar beglichen, größere Summen, beispielsweise bei Übernachtungen in Hotels und beim Internet-Einkauf, überwiegend vom Konto überwiesen. Den Einkauf per Geldschein schätzen vor allem die jüngeren und die älteren Konsumenten, die auch häufig über geringe Einkommen verfügen.
Allerdings wird nur ein Zehntel des gesamten Bargeldes, das die Bundesbank ausgegeben hat, überhaupt für den täglichen Einkauf benötigt. Ein weiteres Viertel bis ein Drittel geht ins Ausland. Der überwiegende Teil - also 55 Prozent bis 60 Prozent - dürften die Besitzer der Geldscheine horten. "Wir wissen es nicht", bekannte Sarrazin auf die Frage, was denn mit dem überwiegenden Teil des umlaufenden Bargeldes passiert.
Aber er hat so seine Vermutungen über den "informellen Sektor". So umschreibt der Bundesbankvorstand die Schwarzarbeit und die Kriminalität. Neulich sei er in einem Baumarkt in Mainz gewesen. Dort habe ein Kunde mit Scheinen bezahlt, die nach Wein rochen. "Die hatte der Winzer aus seinem Schwarzgeldbestand im Keller", erklärte sich Sarrazin sein Erlebnis. Handwerker würden ihre Leistungen "mit und ohne" Umsatzsteuer und Rechnung erbringen. In Berliner Kneipen betrage der "informelle Sektor" 40 Prozent. In Spanien hätten Wohlhabende Ferienwohnungen bar bezahlt, nicht nur, um ihr Schwarzgeld einzusetzen, sondern auch, um die unterschiedlichen Beträge zu kaschieren, die im Kaufvertrag stünden und die tatsächlich bezahlt würden.
Aber die Umgehung der Steuer ist nach Einschätzung der Bundesbank nur einer von vielen möglichen Gründen, warum so viele Menschen das Bargeld bevorzugen. Bereits vor der Finanzkrise und danach beschleunigt sind die Zinsen stark gesunken. Es lohnt sich also immer weniger, das Geld auf einem Konto anzulegen. Einige Sparer scheinen die Euros lieber in Tresoren oder Schließfächern zu horten. Die starke Nachfrage nach der europäischen Währung könnte auch mit einem Vertrauensverlust gegenüber dem Dollar und anderen Währungen zusammenhängen. Als Beispiel wurde Russland genannt, wo die eigene Währung nicht besonders hoch im Kurs steht.
Einen regelrechten Bargeld-Boom gab es im Herbst 2008. Nach der Pleite der US-Bank Lehman musste die Bundesbank in einem Monat 500-Euro-Banknoten im Rekordbetrag von 11,4 Milliarden Euro ausliefern. "Die Leute haben sich auf Schlimmeres vorbereitet", erklärten Bundesbank-Experten diesen Vorgang. Vor allem Banken und das Ausland hätten die hohen Scheine vorgehalten. Eine Vorbereitung auf die Stürmung der Kreditinstitute durch die Sparer sei das aber nicht gewesen.
Wieder mehr Falschgeld in Deutschland
Frankfurt/Main 12.01.2009 - Geldfälscher haben 2008 in Deutschland erstmals seit Jahren wieder mehr falsche Banknoten in Umlauf gebracht. Allerdings richteten sie damit weniger Schaden an als 2007.
Im vergangenen Jahr zogen Fahnder bundesweit 41 000 gefälschte Euro-Scheine aus dem Verkehr, das sind 1000 mehr als 2007, als der niedrigste Stand seit der Euro-Bargeld-Einführung 2002 verzeichnet worden war. Der wirtschaftliche Schaden sank hingegen von 3,8 auf 3,5 Millionen Euro, da vor allem weniger hohe Stückelungen verbreitet wurden, wie die Bundesbank am Montag in Frankfurt berichtete. Die in wenigen Jahren geplante neue Euro-Serie werde aber «noch» sicherer sein. Die Zahl der falschen Münzen lag 2008 bei 80 000 nach 82 000 im Vorjahr.
Im Durchschnitt der Länder des Euro-Raums nahm die Zahl der sichergestellten Blüten allerdings wesentlich stärker zu als in Deutschland. Die Europäische Zentralbank (EZB) registrierte nach Angaben vom Montag 2008 insgesamt 666 000 gefälschte Noten nach 561 000 im Jahr zuvor. Das Problem ist nach Ansicht der EZB angesichts von durchschnittlich mehr als 12 Milliarden Banknoten im Umlauf aber trotz der Steigerung nicht gravierend: «Die Öffentlichkeit kann den Euro-Banknoten und ihren Sicherheitsmerkmalen vertrauen.» 98 Prozent der im zweiten Halbjahr registrierten Blüten seien im Euro-Raum sichergestellt worden, jeweils ein Prozent in anderen EU-Ländern sowie außerhalb der Union.
Bundesbank gibt erhöhten wirschaftlicher Schaden durch Falschgeld bekannt
100 Prozent Schutz vor Falschgeld bietet der CashTester CT 330
In Deutschland hat sich die Schadenssumme durch Falschgeld um knapp 19 Prozent erhöht. Die Bundesbank (www.bundesbank.de) veröffentlichte gestern, dass der Schaden von 3,2 Mio. Euro im Jahr 2006 auf 3,8 Mio. Euro im Jahr 2007 gestiegen ist. Trotz rückläufiger Entwicklung der Anzahl der Fälschungen, ist der Anstieg auf die vermehrte Fälschung höherwertiger Geldscheine zurückzuführen. Der Anteil der 200 Euro Noten im Gesamtaufkommen gefälschter Scheine stieg von 2 auf 9 Prozent. Am häufigsten wurde der 50 Euro Schein als Blüte in Umlauf gebracht. Sein Anteil stieg von 31 auf 38 Prozent.
Wie ebenfalls gestern bekannt wurde, ist das Falschgeldaufkommen in den Nachbarländern Österreich und Niederlande im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen. Die Österreichische Nationalbank (www.oen.at) meldete einen Anstieg um 31 Prozent und die DNB (De Nederlandsche Bank, www.dnb.nl) berichtete von 70 Prozent mehr Falschgeld.
100 Prozent Schutz vor Falschgeld bietet das elektronische Falschgeldprüfgerät CashTester CT 330, welches das Testverfahren nach den Richtlinien der Europäischen Zentralbank bestanden hat. Das Gerät führt vier Prüfungen durch: Infrarot- und Magnetismus-Test, Überprüfung des Sicherheits-Codes und des 2D-Formats. Die vielerorts noch eingesetzten UV-Lampen sind unzuverlässig, da die entsprechenden Sicherheitsmerkmale bereits so gut imitiert werden, dass selbst ein geübtes Auge den Unterschied kaum erkennen kann. Auch die Bundesbank rät, sich nicht allein auf die Prüfung mit UV-Licht zu verlassen. Daher bietet CashTester Prüfgeräte mit kombinierten Prüfmethoden an. Der CT 330 kostet 99 Euro.
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